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Pierre Bosolum - Workshop Instrumentenbau
Thema: "Bau von Musikinstrumenten unter Einsatz von Phantasie und Experimentierfreude".

Es werden Membraninsekten, Schwirrhölzer, Büchseninstrumente und andere skurrile Klangobjekte gebaut, gestaltet und mit anderen Instrumentenideen gekreuzt. Das Ganze wird zu einer Klangwand verarbeitet und am letzten Workshoptag dem neugierigen Publikum präsentiert.
Rohstoffe sind Alltagsschrott und Holz aus dem Wald.
Die Idee ist es, Klangobjekte auf eine Art zu bauen,die die Vielfalt der Möglichkeiten von Klangerzeugung nutzt und zum gestalterischen Experimentieren anregt. ...
Also bauen, probieren und die Luft in Schwingung versetzen.

"Verrückte Klänge in Weitendorf" Bericht
"Windmusik und Blechgitarre" Bericht
Kangwand - Sound
Erdxylophon - Sound

Klangworkshop in der Kapelle Weitendorf vom 26.Juni bis 2.Juli 2008

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Verrückte Klänge in Weitendorf
Zurzeit läuft in der Kapelle Weitendorf der Klangworkshop für Schüler der Prosekener Schule. Pierre Bosolum baut mit ihnen verrückte Instrumente.

Von Maria Brethack und Lisa Knauf
Ostseezeitung, 30. Juni 2008
Weitendorf. Schon vor der Tür der Kapelle Weitendorf ist es zu hören: Hämmern, Bohren, Schleifen, Klappern. Leben ist eingezogen in die Kapelle für eine Woche. Schüler der 8. Klasse der Regionalen Schule Proseken machen ein Projekt der besonderen Art - einen Klangworkshop.
Wieder einmal hat der Kunstverein Kapelle Weitendorf ein Projekt mit Schülern angeschoben. Etwas mit Kunst natürlich. Etwas Besonderes. Der freischaffende Künstler Pierre Bosolum aus Leipzig, der Gesang studierte, Musiker und Pianist ist, verbindet darstellende Kunst mit Musik. Was er faszinierend findet wie er selbst sagt. Mitglieder vom Kunstverein hatten ihn bei der Aktion "Kunst offen" in Dreilützow kennengelernt und gefragt,ob er das Projekt machen würde. Die eigene Lust am Experimentieren möchte Pierre Bosolum gerne an die jungen Leute weitergeben, sagt er.
Und das scheint zu funktionieren. Denn was auf dem ersten Blick wie Abfall aussieht, sei es Holz oder Metall, beginnt sich unter den Händen der Jugendlichen in Musikinstrumente zu verwandeln. Verrückte instrumente werden es sein. Oder wie sonst könnte man eine ausgediente Zigarrenschachtel bezeichnen, die, mit Löchern versehen, Töne vervorbringt wenn man darauf klopft? Oder Blechdosen die in Verbindung mit einem Stück Holz aus dem Wald und Gitarrensaiten zu einem gitarrenähnlichen Ding werden? Kunstlehrerin Ramona Spangenberg meint allerdings, dass dieses Instrument eher einem Cello ähnlich ist. Sie selbst hat die Experimentierfreude ebenso gepackt wie ihre Schüler.
So hat Michele Sengpiel aus Proseken beispielsweise Wäscheklammern verwendet, um damit ein insektenähnliches Geräusch zu erzeugen. Wenn sie nicht so früh aufstehen müsste, fände sie das Projekt noch besser. Paul Lichtwark aus Alt Jassewitz findet es interessant, selber etwas zu bauen und vor allen Dingen ist das "besser als Schule". Für Elisa Klüßendorf aus Proseken ist, was sie hier macht lustig, und ihr gefällt das, was sie bisher geschafft haben.
Ob das auch diejenigen so sehen, die sich letzten Endes das Ergebnis anschauen werden, bleibt abzuwarten. All diese verrückten Instrumente werden zu einer großen Klangwand zusammengefügt. Die wird am Mittwoch, 2.Juli ab 12 Uhr in der Kapelle Weitendorf einem interessierten Publikum räsentiert...

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Lübecker Nachrichten 3.7.2008

Windmusik und Blechgitarre- von jungen Künstlern gebaut

Weitendorf. Ein Schlagzeug, ein Xylophon und eine Gitarre - hört sich doch nach ganz normalen Musikinstrumenten an. Die achte Klasse der Regionalschule Proseken interpretierte das aber mal ganz anders und baute in der Projektwoche Jugend macht Kunst“ unter anderem eine Büchsengitarre, ein Mini Schlagzeug und ein Schwirrholz.
Das macht Windgeräusche,
erklärt Pierre Bosolum. Der Leipziger Musiker und Instrumentenerfinder ist auf Einladung des Weitendorfer Kunstvereins extra für eine Woche in den Norden gekommen, um mit den Schülern skurrile Instrumente zu bauen. Die Kinder nutzten die Kapelle in Weitendorf und ließen dort ihrer Kreativität freien Lauf.
Bevor die Instrumente Form annehmen konnten, musste Material gesammelt werden. Und so zogen die Schüler in den Wald, sammelten Hölzer und kramten zu Hause alte Büchsen und Plastikteile raus. Damit konnten sie dann loslegen. „Es wurde gebohrt, gesägt, geschliffen und bemalt, sagt Ramona Spangenberg. Die Lehrerin der Prosekener Schule betreute den Klangworkshop. Den jungen kreativen Köpfen waren keine Grenzen gesetzt, sie probierten fast alles aus. So entstanden auch Instrumente wie die„Insektoide“.
Das klingt wie schwirrende Insekten, berichtet Bosolum stolz. Auch Jan Hinz (16) findet: „Das Projekt hat echt Spaß gemacht. Endlich mal was anderes. Ich hab zum Beispiel eine Blechgitarre gebaut.“ Innerhalb einer Woche entstand so eine ganze Instrumentenwand. Zum gestrigen Finale des Projektes lud die Klasse ihre Schule ein. Auch Leiter Rolf Kruse kam, um den Klängen der hippen Instrumente zu lauschen.
Maria Weiss

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